Trinkgelder
Der Servicebereich in den USA ist viel stärker auf Trinkgelder
angewiesen als in Europa. Dadurch erhält man einen meist sehr
aufmerksamen Service. Bedienungen in den Lokalen haben oft nur einen
geringen Stundenlohn von 2 – 3 Dollar pro Stunde. Wenn man zufrieden
ist, gibt man normalerweise 15 – 20% des Rechnungsbetrags als
Trinkgeld. Dazu ist entweder das Feld Tip auf der zu
unterschreibenden Kreditkartenquittung auszufüllen oder der Betrag
in Bar in dem Rechnungsmäppchen zu hinterlassen. Da viele Touristen
diese Regel nicht eingehalten haben, sind inzwischen einige
Restaurants dazu übergegangen, das Trinkgeld auf der Rechnung
einzukalkulieren. Dies steht auf der Speisekarte. In diesem Fall ist
kein zusätzliches Trinkgeld nötig.
In
Selbstbedienungsrestaurants wird kein Trinkgeld erwartet.
Folgende weitere Trinkgelder sind üblich:
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2 bis 3 Dollar für einen Reiseleiter pro Person und Tag bei Ausflügen
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2 Dollar für das Parken des Wagens
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1 Dollar für den Busfahrer
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1 Dollar pro Gepäckstück für den Kofferträger
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15% des Tarifs bei Taxifahrten
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2 Dollar pro Nacht für das Zimmermädchen
Oberflächlichkeit
„Amerikaner sind oft oberflächlich“. Dies ist ein weit verbreitetes
Vorurteil. Amerikaner sind wesentlich kontaktfreudiger und gehen
sehr offen und interessiert in jede neue Bekanntschaft. Da wir diese
Verhaltensweise in Europa nur von guten Freunden kennen,
überschätzen Europäer oft den Wert der Beziehung und werfen den
Amerikanern vor, dass Sie diese „Freundschaft“ nur oberflächlich
pflegen. Wenn Sie aber auf Hilfe angewiesen sind, wird Ihnen sowohl
ein amerikanischer Freund oder Bekannter jederzeit unter die Arme
greifen.
Rauchen in der Öffentlichkeit
Das Rauchen ist in den USA in allen öffentlichen Einrichtungen
verboten. Raucher haben in den USA inzwischen ein ganz schlechtes
Image. Deshalb sollten Sie sich genau überlegen, wann und wo Sie
eine Zigarette anzünden.
Verhalten in Restaurants
In fast allen Restaurants (außer Schnellimbisse wie Mc Donalds)
steht im Eingangsbereich ein Mitarbeiter, der Gäste in Empfang
nimmt. Dieser führt die Gäste zu einem Tisch und gibt Ihnen die
Speisekarte. Das selbstständige Suchen eines Tisches ist nicht
erwünscht.
In
praktisch allen Lokalen gibt es Kohlensäure freies Wasser umsonst zu
einer Essensbestellung, das auch regelmäßig nachgefüllt wird.
Sollten Sie dies nicht automatisch bekommen, können Sie danach
fragen.
In
vielen Lokalen werden Soft-Drinks (zumindest für Kinder) kostenlos
nachgefüllt.
Wenn Sie Ihr Essen nicht ganz aufessen, wird Sie der Kellner fragen,
ob Sie ein Doggy-Bag haben wollen. Viele Amerikaner nehmen den Rest
des Essens mit und wärmen Sie in der Mikrowelle wieder auf. Dieser
Service ist kostenlos.
Essmanieren
In den USA gelten andere Regeln für die Umgangsformen bei Tisch. Sie
sollten deshalb nicht erstaunt sein, wenn ein Amerikaner zunächst
das ganze Essen mit Messer und Gabel in kleine Portionen teilt und
dann nur mit der Gabel in der rechten Hand isst.
Begrüßung
Begegnen Sie einem Paar, schütteln Sie zuerst dem Herrn die Hand.
Warten Sie ab, ob die Frau Ihnen die Hand zum Gruß anbietet.
Andernfalls nicken Sie kurz mit dem Kopf und begrüßen die Dame mit
einem netten „Nice to meet you“. Beim Abschied gibt man sich selten
die Hände. Das Küssen auf die Wange ist sehr verbreitet, wenn man
seine Sympathie zum Ausdruck bringen will.
Gesprächsthemen
Wenn Sie Ihren Gesprächspartner nicht wirklich gut kennen, sollten
Sie folgende Themen vermeiden: die amerikanische Politik,
Rassendiskriminierung, Religion, Waffengesetze und die Todesstrafe.
Es kann sein, dass Sie damit unnötige Spannungen auslösen.

